Roman

Scharnow von Bela B. Felsenheimer

Worum geht´s?
Tja, nun… das ist in diesem Fall gar nicht so einfach zu beschreiben, da in diesem Buch so viel passiert, was teilweise zusammenhängt und teilweise eben auch nicht. Es geht um das kleine brandenburgische Städtchen Schwarnow, wo scheinbar der Hund begraben ist – aber nur scheinbar, denn plötzlich spielen sich seltsame Dinge in der Einöde ab…

Meine Meinung:
Kann Bela B. schreiben? Ja, das kann er, und zwar ziemlich gut! Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, und obwohl ich teilweise meine Schwierigkeiten hatte, einen tiefen Sinn innerhalb der Handlung zu finden, hatte ich großen Spaß daran, nach Scharnow zu fliegen. Die Handlung ist total bizarr und recht skurril – aber genau das macht dieses Buch so unglaublich charmant! Wenn man sich wirklich darauf einlässt, und keinen tiefgründigen Roman erwartet, dann ist das Leseerlebnis großartig. Wobei ich sagen muss, dass Bela alles andere als stupide und sinnlos schreibt. Er verpackt so viel in dieses Buch! Er kritisiert unsere Gesellschaft, er zeigt Probleme auf, er lässt die Menschen lieben, leiden und sich trotz ihrer Unterschiede mögen. Das alles findet man zwischen den Zeilen und man denkt nach, über viele kleine alltägliche Situationen. Irgendwie habe ich während des Lesens immer erwartet, dass sich am Ende alles zusammenfügt und auflöst. Es fügt sich auch vieles zusammen und löst sich auf, aber als ich das Buch zugeschlagen habe, musste ich wirklich darüber nachdenken, ob ich zu doof bin, den geradlinigen Sinn der Handlung zu verstehen, oder ob es gewollt keinen gibt. Um meiner selbst Willen habe ich mich natürlich für letztes entschieden! 🙂 Fazit: Wer sich auf etwas anderes, herrlich komisches und gleichzeitig dramatisches einlassen kann, ohne nach dem Warum zu hinterfragen, der sollte dieses Buch unbedingt lesen! Wer sich an bizarren Geschichten nicht erfreuen kann und immer alle Fragen beantwortet haben will, der sollte die Finger davon lassen und lieber noch mal eine Platte von der besten Bänd der Welt auflegen.

Fazit:
Von mir gibt´s 5 von 5 fliegenden Männern!

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