Roman

Der Report der Magd von Margaret Atwood

Worum geht´s?
Eine Dystopie der Zukunft, in welcher die Fortpflanzung derart erschwert ist, dass junge Frauen und deren Körper ausgebeutet und herumgereicht werden, um den Fortbestand der menschlichen Art zu gewährleisten.

Meine Meinung:
Desfred ist ihr Name, ihren eigentlichen Namen nennt die junge Magd nicht. Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive geschildert und erzählt, wie Gilead und das Leben dort aussehen. Durch verschiedene Rückblenden und Erinnerungsfragmente erfährt man einige Aspekte des früheren Lebens der Magd und wie es zu der nun herrschenden Diktatur kam.
Desfred wird in das Haus des Kommandanten geschickt, um ihren Körper für eine Befruchtung und Schwangerschaft zur Verfügung zu stellen. Sie hat drei Versuche, denn nur ein lebensfähiges Kind sichert ihr eigenes Überleben.
Der Roman beschreibt wieder eine Kultur, in welcher die Rolle der Frau eine untergeordnete ist. Sie dient als Maschine für Nachwuchs, hat keine nennenswerten Rechte und wird doch von anderen Frauen klein gehalten und in diesem Kreislauf gefangen genommen.
Neben der klaren Rollenverteilung und der klar getrennten Klassengesellschaft, stützt sich die Diktatur auf die Bibel und begründet somit die Vormachtstellung des Mannes.
Innerhalb des Buches muss man sich viel selbst zusammenreimen und wird zum selbstständigen Denken animiert. Klare Antworten auf viele Fragen gibt es nicht, was für mich aber ein kluger Schachzug der Autorin ist, um sich gedanklich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Erschreckend ist aber, dass Atwood hier nichts ausgedacht hat. Die Rolle der Frau wird hier genauso dargestellt, wie sie sich seit jeher durch die Geschichte zieht.

Fazit:
Großartiges und zugleich erschreckendes Buch, welches einmal mehr zum Nachdenken über unser gesellschaftliches Zusammenleben anregen sollte!

Gelesen habe ich das Buch als eBook. die hier zu sehende Graphic Novel führe ich mir demnächst auch noch zu Gemüte. Für mich geht´s nun weiter mit Band 2, Die Zeuginnen.

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