Festa Verlag,  Horror

Die stillen Gefährten von Laura Purcell

Worum geht´s?
England 1866: Die Witwe Mrs. Bainbridge bricht in das Geburtshaus ihres kürzlich verstorbenen Ehemanns auf. Zusammen mit der Cousine ihres Ehemanns, Sarah, will sie einige Zeit in dem Herrenhaus verbringen. Im Haus befindet sich eine Dachkammer, verschlossen. Dies sollte sie auch bleiben, aber die Neugier der Damen war sofort geweckt. Mit einem 200 Jahre alten Tagebuch und einer seltsamen Holzfigur verlassen die Frauen die Kammer, und wecken ungeahnte Geister…

Meine Meinung:
Was passt mehr als ein düsteres altes Landhaus ohne Strom und Telekommunikation zu einer Gruselgeschichte? Richtig! Nichts!

Neben den tollen Charakteren schaffte die Autorin ein einmaliges Setting, welches sie durch eine grandiose bildhafte Sprache zeichnete.

Das Buch gliedert sich in 3 Perspektiven und jede war ein eigenes Puzzlestück zur Rätsels Lösung! Im Vordergrund steht die junge Elsie, welcher das Leben bereits sehr mitgespielt hat. Als sie auf dem Landsitz ihres verstorbenen Ehemanns ankommt, sind ihre vergangenen Probleme aber nichts, im Vergleich zu dem, was sie nun erwartet. Sägespäne, plötzlich auftauchende voll ausgestattete Kinderzimmer und eben diese stillen Gefährten, die überall und nirgends zu sein scheinen. Was hat das alles mit den Vorfahren der Bainbridges zu tun und welche Rolle spielen die Hausangestellten, die den beiden Damen skeptisch gegenüber treten?

Regen, Kälte, Dunkelheit und Angst, das ist die grundlegende Atmosphäre, die die Autorin geschickt verbreitet. Der Grusel und das Übernatürliche schwingen leicht mit, ohne aufdringlich und gar zu absurd zu sein. Das hat mir unglaublich gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was in dem Haus vor sich gegangen ist.

Das Ende hat mich zugleich völlig befriedigt, als auch komplett frustriert! Ich war das komplette Buch auf dem Holzweg, habe ungefähr jeden verdächtigt, bis auf den eigentlichen Verursacher, was mir ein unglaublich tolles Leseerlebnis beschert hat!

Fazit:
Düstere und intelligente Gruselgeschichte, die einen nicht mehr loslässt! Und definitiv auch für schwache Nerven geeignet! 5 von 5 Tagebüchern.

Rezensionsexemplar, Festa Verlag

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