Roman

Pink Hotel von Anna Stothard

Worum geht´s?
Sie ist gerade 17 Jahre alt, als sie erfährt, dass ihre Mutter, die sie nie gekannt hat, bei einem Unfall ums Leben kam. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg in die USA um an der Totenwache ihrer Mutter teilzunehmen. Immer weiter begibt sie sich auf die Spuren ihrer unbekannten Mutter und ihrer Liebschaften.

Meine Meinung:
Man erfährt viel über die junge Protagonistin, außer, ihren Namen. Die Ich-Erzählerin bleibt anonym, und doch haben wir teil an ihrem Weg auf einer Suche nach ihren Wurzeln und sich selbst. Ein Produkt einer unreifen und viel zu jungen Liebschaft, welches sich Gefühle durch das Beibringen von Schmerzen verschafft. Durch den Vater kaum wahrgenommen, durch die Großeltern beiseite geschoben. Die Ich-Erzählerin hatte es nicht leicht, und als ihr Vater ihr den Tod ihrer Mutter verschwieg, macht sie sich auf nach Amerika.

Es beginnt eine charmante Coming-of-Age Geschichte, die eher nüchtern, als gefühlvoll geschrieben, locker leicht zu lesen ist und Spaß macht. Große Gefühle und tiefe Gedanken findet man hier nicht, aber die benötigt dieses Buch auch nicht. Dafür erfahren wir viel über die Protagonistin selbst und ich empfand es teilweise als empörend und schmerzlich, wie lieblos sie durch ihre Familie behandelt wurde.

Ich mochte die Erzählerin sehr und auch ihre Spurensuche, auf welcher sie in erster Linie über die Ehemänner ihrer Mutter stolpert. Ein bisschen Lovestory gespickt mit einer Würze aus Krimi und Coming-of-Age.

Das Ende des Buches hielt eine Wendung bereit, die ich so erst ziemlich spät kommen sah und die mich sehr überraschte. Auch, wenn ich mir ein Ende mit mehr Klarheit gewünscht hätte, konnte mich das Buch sehr gut unterhalten.

Fazit:
Toller Roman für Zwischendurch, welcher durch einen tollen Schreibstil und eine gute Geschichte einfach Spaß macht.

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