Graphic Novel

Heimat von Nora Krug

Worum geht´s?
Nora Krug wurde wurde 1977 in Deutschland geboren und verarbeitet die Suche nach ihren Wurzeln in dieser Graphic Novel.

Meine Meinung:
Was für ein fantastisches Buch. Ich bin sehr angetan von den liebevollen und detaillierten Zeichnungen und der Suche der Autorin nach den Wurzeln ihrer Familie.
Die Frage, die sie wohl am meisten beschäftige, versuchte die Autorin Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern zu beantworten:
Waren meine Großeltern Nationalsozialisten? Wie verhielten sie sich im Krieg? Welche Meinung hatten sie? Hatten sie eine Wahl?
Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich Krug und versucht eine Antwort zu finden. Und auch die Angst vor Wahrheit und Vergangenheit sind omnipräsent.
Eine Deutsche, die nach Amerika ausgewandert ist und sich schämt, zu sagen, wo ihre Heimat ist. Begegnungen mit jüdischen Auswanderern und einer Schuld, die auf ihren Schultern lastet, nur aufgrund ihres Geburtslandes.
Die Zeichnungen und Bilder sind liebevoll gestaltet und teilweise in Comicform präsentiert. Erinnerungen, Nachforschungen und Erzählungen wechseln sich mit Briefen und öffentlichen Dokumenten ab.
Eine zerrüttete Familie, die nicht zuletzt durch Krugs Hartnäckigkeit wieder zueinander findet.
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz und ich konnte nicht aufhören, mich durch die Seiten zu lesen und war stellenweise richtig ergriffen.

Fazit:
Ein unglaublich berührendes und sehr persönliches Werk einer Deutschen, die sich mit dem Deutsch sein und der Vergangenheit auseinandersetzt.

OT Die Bilder zum Buch habe ich in der Gedenkstätte Sachsenhausen gemacht. Ein sehr bedrückender und ergreifender Ort. Wir dürfen niemals vergessen, wozu Menschen fähig sind! Toleranz und Akzeptanz statt Hetze und Angstschürung!

Rezensionsexemplar, Penguin Verlag

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