Thriller

Die Verlorenen von Simon Beckett

Jonah Colley 1

Worum geht´s?
Jonah wird von seinem ehemaligen besten Freund angerufen und mitten in der Nacht zum Schlachterkai bestellt. Dort kann er seinen Freund nur noch tot auffinden und gerät in einen Hinterhalt. Die ermittelnden Beamten glauben nicht an die Unschuld Jonahs und er wird mehr und mehr zum Mittelpunkt der Ermittlungen. Selbst vor den schrecklichen Erlebnissen seiner Vergangenheit machen sie nicht halt.

Meine Meinung:
Das Buch zog mich sofort in den Bann und das erste Kapitel hatte es direkt in sich. Spannend, brutal und ein bisschen unheimlich lockte Beckett mich in den Hinterhalt am Schlachterskai. Und, so rasant und spannend wie der Anfang war, hielt sich das Tempo konstant im weiteren Verlauf der Handlung und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beckett hat einfach einen sagenhaften Schreibstil und schafft es, einzigartige Charaktere zu erschaffen. Jonah war mir sofort sympathisch – übrigens als Einziger des Buches. Dennoch mochte ich die Art und Weise der menschlichen Zusammenspiele sehr. Trotzdem frage ich mich, ob es dem Autor leichter fällt, seinen Hauptfiguren eine tragische Vergangenheit aufzubürden, denn ähnlich wie David Hunter, hat auch Jonah Colley Frau und Kind verloren. Hier hätte ich mir durchaus etwas mehr Kreativität gewünscht.
Dennoch steht Colley Hunter in nichts nach, und gerade nach dem für mich enttäuschendem letzten Band der Hunter Reihe, konnte Beckett hier für mich wieder sehr punkten, ich bin gespannt, ob die Folgebände hier mit neuer Fassade glänzen können, oder ob die Ähnlichkeiten zwischen Hunter und Colley sich vermehren.
Das Ende war zwar etwas vorhersehbar und überhastet und die engstirnige Vorverurteilung der Ermittler störte mich ein wenig, dennoch empfand ich den Thriller als sehr gelungen.

Fazit:
Die Ablösung von David Hunter kann durchaus sehen lassen und macht Lust auf mehr! Definitiv empfehlenswert für alle Thrillerliebhaber! 4 von 5 Plastiksäcken!

Rezensionsexemplar, Rowohlt Verlag

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